2006 - Jeder braucht seinen Schutzengel

             (Original: "Der bayerische Protectulus")                             

                              Komödie in drei Akten von Peter Landstorfer

             -Weihnachten/Silvester -

 

Ein besonderes "Schmankerl" präsentierte die Theatergruppe 2006 mit dem in nur vier Wochen nach dem Herbststück einstudierten Theaterstück als Aufführung so wie früher zur Weihnachtzeit. Insbesondere auch deshalb ein "Schmankerl", weil es gelang, zum bisher einzigsten mal in Simmern die Inszenierung ausnahmslos mit Spielern zu besetzen, welche die heimische Mundart beherrschen.

Dazu war es zunächst einmal notwendig, das nur in bayerischer Mundart existierende Stück des "Bayerischen Protectulus"  nach Rücksprache und Kauf der Rechte beim Münchner Köhler-Verlag ins Hochdeutsche zu "übersetzen". Mit der "Übersetzung" war Hans-Jürgen Sommer ein knappes halbes Jahr beschäftigt. Der hochdeutsche Text wurde dann von den einzelnen Mitspielern wieder in die "westerwäller" Mundart umgesetzt. Ein Highlight der Silvesteraufführung des Stückes war das anschließend im Eintrittspreis enthaltene große Silvesterbuffet sowie die ab 22.00 Uhr bis früh am frühen Morgen durch die von den Mitspielern dargebotenen Sketche .

 

Zum Inhalt:

Gustav und Jupp gehen gern zum Kartenspielen. Ihren Frauen gegenüber gebrauchen sie allerhand Ausreden, um von daheim fortzukommen. Pech hat Gustav, als er um einen Ochsen aus seinem Stall spielt. Um seiner Frau Josefine den Verlust zu verheimlichen, spielt er gleich nochmal - und verliert den zweiten Ochsen an den verschmitzten Viehändler Heinsberger. Sein Freund Jupp meint: "Jetzt ist Dir nicht mehr zu helfen, du hast halt keinen Schutzengel gehabt!" Worauf Gustav zur Antwort gibt: "Schutzengel, so ein Quatsch, es gibt doch keine Schutzengel!" -

Da hat sich Gustav jedoch arg getäuscht, denn sein persönlicher Schutzengel "Protectulus" nahm nur zwei Tage Urlaub, ohne zu ahnen, welchen Blödsinn sein Schützling in dieser Zeit verzapft. - So ist er im Augenblick der größten Verzweiflung bei seinem Schützling. Und er bekommt alle Hände voll zu tun. Als der Amtsdiener Willi Josefine und Gustav ein sehr gutes Kaufangebot der Gemeinde für ein Ackerland unterbreiten will, rennen beide wie von der Tarantel gestochen aus Angst wegen der Steuerschulden schnell weg und überlassen Willi dem ausgebufften Viehändler. Dieser wittert sofort ein neues Geschäft und "tauscht" mit Gustav die Spielschulden gegen das vermeintlich wertlose Ackerland.

Gut, dass der Engel nur für Gustav sichtbar ist.  So bringt er insbsondere den Viehhändler mit diversen Streichen fast zur Verzweiflung. Auch die Magd Sophie versteht in manchen Situationen die Welt nicht mehr... 

Ab nun lässt Protectulus den Gustav nicht mehr allein und alle Schläge, die an Gustav verteilt werden, kassiert und erleidet der Engel. Aber wie es halt Menschen geht, die einen Schutzengel haben, aller Kummer und alle Verluste werden ins Gegenteil verwandelt. Es gelingt Protectulus sogar, aus der misstrauischen Josefine eine liebenswerte Ehefrau zu zaubern.

 

                                                                Mitwirkende:

Gustav Hoffmayer

(Bauer)

Josefine Hoffmayer

(Bäuerin, Gustavs Frau)

Jupp Brunnleitner

(Nachbarbauer, Freund von Gustav)

Klara Brunnleitner

(Nachbarbäuerin, Jupps Frau)

Protectulus

(Persönlicher Schutzengel von Gustav)

Heinsberger

(Viehhändler)

Sophie

(Magd bei den Hoffmayers)

Willi

(Amtsdiener)


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Hans-Jürgen Sommer

 

Marita Hahn

 

Volker Schmengler

 

Heidi Ferdinand

 

Rudi Hahn

 

Andreas Lay

 

Alwine Hirschmann

 

Adalbert Wittelsberger


Regie:

Gabriele Nickolmann

(Schauspielerin)

 

Souffleuse:

Patricia Weber

 

Licht- und Tontechnik / Vorhang:

 

 

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